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Manipulation und Betrug

Der Narzisst und die Frauenwelt

by Evelina Blum

Der Narzisst und die Frauenwelt

Die Zerstörung der Partnerin ist vorprogrammiert!

Der Narzisst interessiert sich für erfolgreiche Frauen. Selbstbewusst müssen sie sein, taffe Mütter oder sie sollten ihren ganz eigenen Charme haben. Diese perfekten Frauen liebt er. Da er sich selbst als eine blendende Erscheinung sieht, möchte er mit Ihnen angeben. 

Da aber niemand lange perfekt sein kann, kommt es schnell zu den ersten Ausfallerscheinungen. Er beleidigt die neue Partnerin, pöbelt oder benimmt sich daneben. Plötzlich ist er nicht mehr der smarte Mann, der alle um den Finger wickeln kann. Schnell bringt er die passenden Gründe für seine Ausraster vor, die erst einmal greifen und nichts Schlimmes vermuten lassen. Manche Frauen ergreifen die Flucht. 
Andere begreifen zu spät, was vor sich geht. Später sind es nämlich genau die kleinen Fehler und Schwächen der Partnerin, auf denen der Narzisst gnadenlos herumtrampeln wird. Auf manipulativer Weise bedient er sich der sichtbaren und unsichtbaren Schwachstellen, um die Partnerin emotional zu misshandeln und notfalls auch seelisch und körperlich zerstört zurückzulassen. Ihre Individualität ist für ihn nicht wichtig, sondern störend.

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Idealisierung und Abwertung

Nicht nur ihre Schwächen setzt er gegen die Partnerin ein, auch ihre Stärke und Kraft spielt er später gegen sie aus. Was er in der ersten Zeit an ihr bewundert, verwendet er nach und nach gegen sie.
In der ersten Verliebtheitsphase wird der Frau immer wieder bestätigt wie toll sie ist und welche Vorzüge sie hat. Nach dieser Idealisierung beginnt der Aggressor schleichend damit seiner Partnerin unterschwellig mitzuteilen, dass sie seinen gestellten Anforderungen trotzdem nicht entspricht. Ihre Stärken werden immer weniger hervorgehoben, ihre Erfolge werden ignoriert und ihre Meinung wird als unwichtig abgetan. 
Vorhandene Schwachstellen werden weiter genutzt, um zu kritisieren und werden anschließend optimiert, um sich weiter in die Psyche seines Opfers einzubringen. So kann er mit grandiosem Erfolg die Wertlosigkeit des Opfers hervorheben. Stellt er am Anfang noch fest, dass er dessen Durchsetzungskraft bewundert, wird er am Ende behaupten, die Partnerin sei stur und rücksichtslos.

Mit diesem Verhalten stellt er sicher, dass die Partnerin an Wert verliert und sich nur noch um ihn dreht. Dieser ist am Anfang gar nicht bewusst, dass sie für eine Beziehung arbeitet, mit dessen Ergebnis er sich nie zufriedengeben wird.

Beachtet sie ihn nicht so, wie er sich das gerade vorstellt, gerät für ihn die ganze Beziehung ins Wanken. Vorherige Erlebnisse, die ihm die Liebe seiner Partnerin deutlich zeigen können, gibt es für ihn nicht mehr. Sie werden gelöscht durch ihr Verhalten und auf die Vergangenheit scheint er keinen Zugriff zu haben. Die Partnerin muss immer wieder von neuem anfangen, Liebe und Vertrauen aufzubauen. 
Damit überträgt er ihr immer mehr Verantwortung; und für das Gelingen der Partnerschaft ist bald nur noch die Partnerin zuständig. Mit diesem unangebrachten Verhalten gefährdet er selbst in einem hohen Maße die Beziehung. Kümmert sich die Partnerin nämlich nicht richtig um ihn, sieht er sich berechtigt, sich um andere Frauen kümmern zu dürfen. In seinen Augen ist das dann nicht sein Fehler, sondern ihr Fehlverhalten

Keine Situation lässt er vorbeiziehen, die ihm anderweitige Aufmerksamkeit sichert. Diese Bestätigung braucht er so dringend wie die Luft zum atmen und natürlich rund um die Uhr. Die Reaktionen der holden Weiblichkeit geben ihm die Gewissheit, positiv auf andere Frauen zu wirken, obwohl er sich noch mitten in einer Beziehung befindet. Als zusätzlicher Bonus versucht er sogar noch, mit seinen Flirtversuchen bei der Partnerin anzugeben, und baut so massiv Druck auf, damit die eigene Partnerin in ihren Bemühungen nicht nachlässt. Er bringt andere Frauen ins Spiel, die er auf seinem Weg auch wieder fallen lässt und sonnt sich in der allseitigen Beachtung und Aufmerksamkeit.  

Für die Partnerin zuhause ist das ein gravierender Stressfaktor, findet sie sich doch in Situationen wieder, wo sie sich mit der Ex-Frau, der Next oder seiner Arbeitskollegin auseinandersetzen muss. Dann gibt es da noch seine beste Freundin und die Frauen in seinem Handy. Die Frauen, die angeblich hinter ihm her sind, lassen wir jetzt mal weg und die nackten Frauen auf den Pornoseiten auch.

Und so fährt er fort, in seinem Werben um Beachtung. Die Gefühlswelt der Partnerin hat er dabei nicht im Auge, diese wird ihm mit der Zeit sogar immer lästiger.

Eifersucht greift um sich

Die Partnerin merkt schnell, dass ihr Stressfaktor beträchtig steigt, sobald der PC eingeschaltet wird, beide auf Partys gehen oder er sein Handy in die Hand nimmt. Konkrete Gründe für dieses Gefühl hat sie selten, da seine Ausreden immer wieder greifen.
Dass sie in dieses Spiel mit der Eifersucht regelrecht getrieben werden soll, begreift sie meist viel zu spät. Überschreitet er nämlich die Grenze des für sie Erträglichen, wird ihre Wahrnehmung wieder entkräftet. "Immer machst du so ein Theater", "Du bist tierisch eifersüchtig", "Du machst immer nur Ärger", "Geh ja nicht an mein Handy", "Du bist ja krank". 
Damit hält er die Partnerin auf Abstand und stellt deren Verhalten als unnormal dar, obwohl sein Verhalten sehr grenzwertig ist. Die Aufmerksamkeit der Partnerin möchte er sich zwar erhalten, ohne jedoch kontrolliert zu werden.

Sollte er sich bei seinen Eskapaden richtig verliebt haben, beginnt er einen langen Kampf mit sich selbst. "Die aktuelle Beziehung ist ihm sicher, aber seine neue Liebe nicht." "Was soll er also tun? Was ist für ihn das Beste? Wer bringt ihm mehr Vorteile?" Er wägt ab und löst sich nur ungern aus alten Beziehungen. Die Partnerin bemerkt natürlich dieses Taktieren an seinem unbeständigen und zunehmend perfiden Verhalten.

Was er sich selbst herausnimmt, macht er irgendwann der Partnerin zum Vorwurf.

Während er selbst andere Wege geht, unterstellt er seiner Partnerin gleiches im Sinn zu haben. Warum? Er schließt von sich auf andere. Sein eigenes Verhalten, macht er ihr zum Vorwurf. Er spiegelt. 
Also zeigt er sich noch kontrollierender als sonst und versteigt sich in Eifersuchtsszenen, damit man ihm nicht auf der Nase herumtanzt. Die Frau zuhause interpretiert dieses Verhalten als große Liebe und wiegt sich in Sicherheit. Sie versteht seine niederträchtigen Beweggründe nicht. Dass er nur noch die Macht und Kontrolle über sie behalten möchte, seine Bewunderung und Bestätigung jedoch schon längst woanders gefunden hat, wird ihr erst später bewusst.
Seine Affäre bemerkt diesen Zwiespalt ebenfalls, ordnet diesen aber auch falsch ein.

wie geht es weiter...

Will seine aktuelle Partnerin ihn aufgeben, kommt er ihr schnell zuvor, um nicht als Verlierer dazustehen. Kann er die Beziehung durch Beschwichtigungen nicht mehr retten, ist er weg. Er geht zu seiner neuen Liebe und versucht dort sein Glück. Dieser erklärt er, dass er sich getrennt hat, weil er sie liebt. Die neue Liebe ist manchmal sehr erstaunt über sein Tempo. Dass dieses Tempo nur von dem Verhalten seiner Frau zuhause bestimmt ist, versteht auch sie erst später.

Eigenständig !!!!!!!!! trifft er nämlich selten eine aktive Entscheidung. Nur, wenn er dazu gezwungen ist, wechselt er mit Bedacht und ganz vorsichtig die Seiten. Dabei geht er sehr vorsichtig vor. Seine zukünftige Ex wird so präpariert, dass sie ihn zur Not wieder zurücknimmt, falls sich seine neue Beziehung als nicht tragfähig erweist.

Was ihm nutzt und was er braucht, ist gleichzeitig das, was er liebt.

Das ist seine Definition von Liebe und deshalb benimmt er sich so. 

Sein Benehmen, das aus diesem Denken hervorgeht, kann also nur in Abwertung und Manipulation enden. Während er sich so ein perfides Vorgehen niemals gefallen lassen würde, befindet er es für sich als völlig in Ordnung. 
In diesen Denkstrukturen finden sich natürlich weder die neue Partnerin noch die Exfrau zurecht. Sie werden gegeneinander ausgespielt und gegeneinander aufgewiegelt. Andere Frauen bleiben in diesem Durcheinander auch nicht außen vor und irgendwann stellt die Geliebte erstaunt fest, dass sie sich nicht von der aktuellen Partnerin bedroht sieht, sondern von einer ganz anderen Frau.

Die neue, attraktive Nachbarin ist urplötzlich ihre neue Rivalin.

Und alles ist genauso, wie es sich liest.
... krank