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für ein Leben ohne narzisstischen Missbrauch

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Emotionale Gefühlswelten

Ich gebe nicht auf - Der Kampfmodus 

Opfer von Narzissten kämpfen oft um ihre Beziehung bis zum bitteren Ende. Warum?

Ist die narzisstische Gewalt erkannt, beginnt die Überlegung, wie die Partnerschaft nun weitergeführt werden kann. Viele Betroffene haben sich auch schon vor dieser Erkenntnis nichts vom narzisstischen Partner gefallen lassen, sondern auf ihr Recht auf Anerkennung und Würde gepocht. Sie haben geschrien, getobt und dem Partner immer ihre Meinung gesagt. Damit fahren sie fort und fühlen sich sicher, da sie sich die emotionale Gewalt ja nicht gefallen lassen, sondern sich dagegen auflehnen.
Sie lassen sich nicht klein reden und arbeiten im höchsten Maß an ihrer Autonomie. Dem Aggressor bleiben sie erhalten, da sie den Kampf nicht aufgeben. Stattdessen wird gestritten, getobt und sich beizeiten auch massiv gegen den Aggressor aufgelehnt. 

Ich lasse mir von einem Narzissten nichts gefallen

Dieser freut sich, da er wiederholt etwas bekommt, was ihm seiner Meinung nach zusteht: Aufmerksamkeit und Beachtung. 

Die Betroffene verbringt Jahre damit, sich nichts vom Aggressor gefallen zu lassen und diesem Ziel ordnet sie alles unter. Sie widmet sich vehement einem Vorhaben, der ihre persönlichen Energien wegsaugt und dem Narzissten Nahrung bringt. Es ist jedoch ein Kampf der nicht ihn verändern wird, sondern sie.  Später sagen zu können: "Ich habe mir nie etwas gefallen lassen", ist keine Erfolgsmeldung. Das Gegenteil ist der Fall. 

Die betroffene Frau spielt das Spiel des Narzissten und hat seine Erwartungen mehr als erfüllt. Anstatt sich abzuwenden, wenn die eigenen Grenzen immerzu massiv übertreten werden, lehnt sie sich nur auf und der Narzisst genießt ihren Schmerz. 


Der Kampfmodus. Ich kämpfe um meinen Partner

Missbrauch macht einsam!

Dieses kranke Beziehungsmuster hat weitreichende Folgen für die Partnerin. Sie ist im Kampfmodus gefangen, konzentriert sich permanent nur noch auf den Aggressor und verliert das Feingefühl für sich selbst. Ständig muss sie darauf achten, ihre Grenzen zu verteidigen und ist bald erschöpft und körperlich angeschlagen. Das Vertrauen in die Beziehung geht verloren und wird ersetzt durch eine fremdbestimmte Traurigkeit. Die Partnerschaft ähnelt mehr einem Kriegsschauplatz als einem Ort der Ruhe und Geborgenheit.
Adrenalinausschüttung und höchste Alarmbereitschaft rund um die Uhr machen krank, fahrig und nervös, weil sich alles nur noch um den übergriffigen Partner dreht. Für alles andere fehlt die Energie, die Lust und die Lebensfreude. Individuelles und selbstbestimmtes Denken verliert sich, da die Beziehung nur durch den nicht greifbaren Terror durchsetzt ist. Die Psyche verändert sich. 

Die Betroffene verliert sich in dem ewigen Kampf, der ihre Grenzen schützen soll.

Ihre eigene Identität geht derweil andere Wege.


@Text by Evelina Blum