emLife

für ein Leben ohne narzisstischen Missbrauch

Hilfetelefon  Informationen 0175 6184 522 

Der Narzisst und seine Beziehungen

Der Missbrauch der Mutterrolle

Kindererziehung als Mittel zum Zweck

Jede Mutter-Kind-Beziehung ist anders geprägt. Die Mutter bringt naturgemäß ihre eigene Vorstellung vom Leben mit in diese Verbindung und gibt diese wiederum an ihr Kind weiter. Ihr Verhalten kann aber auch unbemerkt fremdgesteuert werden. Meint es der Partner nicht gut mit seiner Partnerin, kann dies ungeahnte Ausmaße annehmen. 

In Beziehungen mit narzisstischen Partnern werden Kinder oft eingesetzt, um den anderen zu erziehen. Machtspiele, rund um das Thema Kindererziehung, machen dem Leben in Liebe und Geborgenheit oft ein schnelles Ende.

Liebe durch Versprechen in die Zukunft

Am Anfang leuchtet auch hier noch alles in rosaroten Farben. Weit und breit ist alles in bester Ordnung. Zukunftsvisionen werden in den Raum gestellt, wie sie schöner nicht sein könnten. Die gemeinsame Zukunft wird grandios geplant.
Was die Frau jedoch für Aufmerksamkeit und verantwortungsvolles Denken hält, ist oft nur der Auftakt für die bald folgenden Angriffe auf das soziale Leben als Familie. Die Gespräche dienen nur dazu herauszufinden, wie sich die Partnerin später ihren eigenen Kindern gegenüber verhalten wird, und welche Rolle ihm zufällt. 
Sobald die Schwangerschaft bekannt wird, beginnen die Probleme.

Hat die neue Partnerin schon Kinder, ist es interessant für ihn zu erfahren, welche Beziehungsstrukturen sie aufgebaut hat und welche Meinung sie gegenüber den Kindern  vertritt. Hauptsächlich geht es ihm darum, herauszufinden, wo sie bereit sein wird Kompromisse einzugehen. Damit kann er filtern, in welchem Umfang die Partnerin, über die Kinder, angreifbar ist und wie weit er gehen kann, um bewusst Neid und Mißtrauen zwischen den Parteien zu säen, ohne sich selbst einzubringen zu müssen.

Missbrauch der Mutterrolle

Der Alltag mit einem narzisstischen Vater

Sind es die eigenen Kinder, wird der Aggressor schon bald damit beginnen, die emotionale und finanzielle Abhängigkeit der Partnerin auszunutzen. Seltsames Verhalten und verbale Entgleisungen finden vielfach schon in der Schwangerschaft statt und trüben die Vorfreude.
Hinzu kommt sein Eifersuchtsgefühl und die Erkenntnis, dass er bald nicht mehr der einzige wichtige Mensch im Leben seiner Partnerin sein wird. Diese Art der Zurücksetzung, selbst durch die eigenen Kinder, kann der Aggressor nur sehr schwer aushalten. Die Folgen sind unübersehbar.

Einige Beispiele:

1. Die Mutterrolle wird kritisiert

Ist das Kind noch klein, kritisiert er zunehmend das Verhalten der Mutter. Immer scheint sie etwas Falsches zu tun. Sie gibt dem Kind zuviel Zuwendung oder zuwenig. Der Haushalt ist nicht in Ordnung, das Kind schreit zu viel. Die Partnerin scheint einfach nicht in der Lage ihrer Mutterrolle gerecht zu werden und trotzdem noch eine einfühlsame Geliebte zu sein.
Sind die Kinder größer wird schnell vorausgesetzt, dass diese keine besondere Aufmerksamkeit mehr brauchen. Alles andere erscheint ihm als übertriebene Mutterpflicht und überflüssig. Andere Mütter kommen ihren Pflichten schließlich auch zeitoptimiert nach und an Beispielen, wie dieses gelingt, wird nicht gespart. 

Das Leben mit ihm bringt Probleme, von denen andere Frauen noch nicht einmal träumen. Eine gemeinsame Erziehung der Kinder ist nämlich nicht möglich, da er ständig eine andere Meinung vertritt als die Partnerin; und bei Bedarf die Richtung wechselt.

2. Die Mutter wird in ein schlechtes Licht gesetzt

Lässt sich die Partnerin trotz aller Manipulationen nicht beirren, beginnt er damit, sich bei ihr über das Verhalten der Kinder zu beschweren. Diese muss sich jetzt mit dem Fehlverhalten ihrer Kinder auseinandersetzen, da sie sich vom Aggressor permament als unfähig dargestellt fühlt. Um dem zu entgehen, wird sie ungerecht und aggressiv den Kindern gegenüber. Der Aggressor dagegen ist ihnen freundlich zugewandt, damit er sich als liebender Vater präsentieren kann und keine Verantwortung übernehmen muss. 
Als zuverlässiger Partner in Krisensituationen scheidet er aus, weil er sein Verhalten grundsätzlich nur danach ausrichtet lieb und nett zu sein, um sich dann postwendend bei der Mutter zu beschweren. Im Zweifel spielt er sogar im Beisein der Kinder seine eigenen Kritikpunkte herunter. Der Mutter schiebt er trotzdem die Schuld an dem Fehlverhalten der Kinder zu. "Du musst härter durchgreifen lernen. Die tanzen Dir auf der Nase rum." Um seinen Ansprüchen zu genügen, wendet diese sich verstärkt an die Kinder und fordert  regelkonformes Verhalten ein. 
Damit erreicht der Aggressor, dass seine Partnerin sich bei den Kindern immer unbeliebter macht, während er harmlos dabeisteht. Die Kinder leiden unter diesem Verhalten, weil sie den Verrat an der Mutter vielleicht nicht sehen, aber ihr Gefühl sagt ihnen ganz deutlich, dass sie selbst "falsch" sein müssen, wenn die Erwachsenen sich so benehmen.

3. Die Mutter als Sündenbock

In einem anderen Szenario teilt er seinen Kindern unaufgefordert mit, dass die Mutter zu dumm, im Zweifel zu blöd, und leider gar nicht in der Lage ist, etwas richtig zu machen. Den Kindern wird signalisiert, dass er die Erziehungsarbeit übernehmen muss, da die Mutter ein Totalausfall ist.
Dafür stehen ihm verschiedene verbale Mittel zur Verfügung: "Mach die Unordnung hier weg. Deine Mutter ist mal wieder zu faul dazu."  
Auch in anderen Fällen, in denen sich alles nur um seine eigenen Belange dreht, schiebt er die Verantwortung ab. "Geht einkaufen, die Mama will heute nicht".
Die Kinder müssen die Einkäufe für ihn erledigen, nicht weil die Mutter nicht möchte, sondern weil er zu faul dafür ist. Derweil liegt die Mutter im Bett und ist seit Tagen schwer krank.

4. Die Mutter wird ignoriert

In anderen Familien wird die Mutter ausgegrenzt, weil der Aggressor seiner Partnerin ganz deutlich signalisiert, dass die Kinder für ihn an erster Stelle kommen. Gemeint sind hier Aufmerksamkeiten, die überdeutlich in den Partnerschaftsbereich gehören, stattdessen aber regelmäßig an die Kinder herangetragen werden. Dazu gehört, dass er ganz bewusst die Mutter, als seine Partnerin und Vertraute, ignoriert."
Die Urlaubsplanung macht er nicht mit ihr, sondern mit den Kindern. Sie wird nur informiert. 

Das Mutter-Kind-Verhältnis verwandelt sich dadurch in ein Konkurrenzgerangel, welches besonders zwischen Mutter und Tochter schlimme Folgen haben kann. Er schürt so ganz bewusst die Eifersucht seiner Partnerin, auf das eigene Kind.
Bei anderen Auseinandersetzungen, die in der Regel dann auch vor den Kindern ausgetragen werden, wird die Mutter weiter massiv abgewertet. Will sie sich noch bei den Kindern durchsetzen, muss sie jetzt durchgreifen und bringt die Kinder damit gegen sich auf. Rückendeckung von ihrem Partner wird sie nicht erhalten. 

Die Kinder sehen in der Mutter eine Person, die keine Lobby bei dem Partner hat und verurteilen sie heimlich, weil sie ihre Stelle einnehmen müssen. Die Kinder können zwar ihre eigenen Wünsche schneller voranbringen, aber die Stärke der Mutter fehlt. Irgendwann wird diese ganz ignoriert.
Falls die Mutter sich dagegen auflehnt, wird sie endgültig zum Spielverderber, da der Aggressor sich auf die Seite der Kinder stellt. Den Kindern mag vielleicht bewusst sein, dass die Mutter ungerecht behandelt wird, aber der starke Vater bietet dem Kind mehr Vorteile.

5. Die Partnerin wird klassisch ausgespielt

Der Partner steht wechselseitig auf verschiedenen Seiten. Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit, Geborgenheit und Regelmäßigkeit gibt es in diesem Fall nicht. Alles und Jedes wird diktiert durch die augenblickliche Stimmung des Aggressors.
Wenn ihm dann danach ist, wird er die Mutter vor den Kindern verteidigen und sich solidarisch zeigen. Wenn er seine Partnerin bestrafen möchte, stellt er sich wieder offen gegen sie. Worum es gerade geht, welche Tatsachen gerade diskutiert werden, und was tatsächlich für Probleme im Raum stehen, ist dann völlig nebensächlich.

Fazit

Sinnvoll wäre es, den Kindern gegenüber, gemeinsame Grenzen zu setzen und die Verantwortung zu teilen. In einer Beziehung jedoch, die mit emotionaler Gewalt beginnt und im emotionalem Missbrauch endet, gibt es dieses Verhalten leider nicht. Verletzte Seelen und Kinderherzen bleiben auf der Strecke.
Dadurch geschieht etwas, was sich keine Mutter wünscht. Sie wird emotional getrennt von Ihren Kindern und immer abhängiger vom Partner, weil der die Kinder im Griff hat. Sie lebt nur noch in einer Welt der Schadensbegrenzung, in der die Kinder die leidtragenden Opfer sind.


Vom Partner kann sie sich trennen, von den Kindern niemals.
Der Partner weiß es.
Weiß die Frau es aber auch?


Kontaktaufnahme: Evelina Blum
Beratung und Coaching