Trennung von einem Narzissten

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Miyako ❘ 26.04.2026
Meine Geschichte mit einem narzisstischen Partner – und der Weg zurück zu mir selbst

Hallo ihr starken Frauen,

ich möchte meine Geschichte mit euch teilen – in der Hoffnung, dass sie anderen Mut macht, Klarheit bringt oder einfach das Gefühl, nicht allein zu sein.

Ich war über 16 Jahre lang mit einem Mann zusammen. Ich war 18, er 21, als wir uns kennenlernten. Wir haben drei gemeinsame Kinder.

Es hat 12 Jahre gedauert, bis ich verstanden habe, dass er an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet. Seit Beginn der Beziehung wollte ich mich mehrfach trennen – doch ich hatte Todesangst. Von Anfang an manipulierte er mich massiv. Er behandelte mich wie seinen Besitz. Er drohte mir, mich zu töten, sollte ich ihn verlassen. Er sagte, er würde mir die Kinder wegnehmen. Und wenn ich einen neuen Partner hätte, würde er auch diesen umbringen.

Der Alltag bestand aus psychischer Gewalt: ständige Abwertung, Drohungen von Gewalt, Schuldumkehr und das gezielte Infragestellen meiner Wahrnehmung. Ich wurde kontrolliert, isoliert und emotional fertig gemacht – so dass ich irgendwann an mir selbst zu zweifeln begann. Dazu kamen körperliche Übergriffe: Ohrfeigen, Kneifen, Schläge, Schmerzen zufügen beim Sex, Haareziehen uvm. Alles kontrolliert genug, dass kaum sichtbare Spuren blieben. Dazwischen: Lovebombing. Ein klassisches Muster aus Traumabindung.

Nach etwa 12 Jahren begann etwas in mir aufzuwachen. Ich fing an, mich innerlich zu distanzieren. Ich erkannte, dass er manipuliert, lügt und kontrolliert – und dass es nichts mit mir zu tun hat. Ich wurde ruhiger, klarer. Nach außen spielte ich oft weiterhin die „funktionierende“ Partnerin, aber innerlich war ich nicht mehr erreichbar.

Doch sobald er diese Distanz spürte, wurde er brutaler.

Im 15. Jahr war mir klar: Dieser Mensch wird sich nicht ändern. Weder für mich noch für unsere Kinder. Ich begann, mich im Stillen auf eine Trennung vorzubereiten, suchte Informationen und Unterstützung.

Gleichzeitig wurde er schwer krank. Ein Teil von mir hoffte noch, dass das etwas in ihm verändern könnte. Diese Hoffnung wurde enttäuscht. Selbst aus dem Krankenbett heraus wurde sein Verhalten noch grausamer.

Dann kamen mehrere einschneidende Ereignisse zusammen: der Tod meines Großvaters, die beginnende Corona-Zeit – und eine neue, ungewohnte Klarheit in mir. Ich wusste: Ich muss gehen. Ein Jahr war vergangen, seit ich mich auf eine Trennung innerlich vorbereitete.

Drei Tage bevor er aus beruflichen Gründen 500 km weit weg zog – mit dem Plan, dass wir später nachkommen – sprach ich die Trennung aus.

Was danach folgte, fühlte sich an wie ein Psychothriller.

Er schaffte es, die Situation so zu drehen, dass unsere Kinder glaubten, ich hätte ihn geschlagen. Die Polizei wurde gerufen. Ich erhielt eine 14-tägige Wohnungswegweisung. Es kam zum Gerichtsverfahren. Am Ende zog er mit den Kindern weg.

Ich musste sie gehen lassen.

Nur für mein jüngstes Kind konnte ich eine Umgangsregelung erreichen. Meine beiden älteren Kinder brachen für drei Jahre den Kontakt zu mir ab.

Das war einer der schmerzhaftesten Teile meines Lebens.

Heute – Jahre später – haben wir wieder eine stabile Beziehung. Meine Kinder wissen inzwischen, was wirklich passiert ist. Sie haben begonnen zu verstehen. Sie haben mir zunächst Vorwürfe gemacht, mich hinterfragt – und das war wichtig und richtig. Sie mussten ihren eigenen Weg zur Wahrheit finden.

Auch sie haben viel erlebt und tragen Wunden. Aber wir arbeiten daran. Gemeinsam.

Ich selbst bin Schritt für Schritt meinen Heilungsweg gegangen. Ich habe gelernt, klare Grenzen zu setzen. Ich erkenne meine Trigger – auch wenn sie noch da sind. Ich habe eine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung und eine mittelschwere depressive Phase hinter mir gelassen und arbeite weiterhin an meiner Stabilisierung.

Heute bin ich wieder verheiratet. In einer liebevollen Beziehung. Ich habe ein weiteres Kind bekommen. Und ich darf erleben, wie sich ein gesundes Miteinander anfühlt.

Mein (inzwischen) zweitjüngstes Kind möchte nun zu mir ziehen. In zwei Wochen habe ich zur Unterstützung einen Termin beim Jugendamt. Ich bin aufgeregt – aber auch zuversichtlich.

Wenn ich zurückblicke, weiß ich: Ich habe überlebt. Ich bin nicht zerbrochen.

Und vielleicht liegt genau darin der Sinn.
Nicht in dem, was passiert ist – sondern darin, was wir daraus machen.

Wenn meine Geschichte auch nur einer einzigen Person hilft, sich weniger allein zu fühlen oder den Mut zu finden, den eigenen Weg zu gehen, dann hat das alles zumindest einen kleinen Sinn bekommen.

Von Herzen
Miyako
Petra ❘ 27.10.2025
Hallo ihr lieben,
ich lebe seit 13 Jahren mit einem Narzisten zusammen.
Nach anfänglichem Charme und Liebe
hat er mich immer mehr von sich abhängig gemacht.
Versprechungen die er nie eingehalten hat.
Nur Lügen und psychische Misshandlung.
Vor 6 Monaten hab ich mir eine eigene Wohnung gesucht.
Bin aber nur zwei Tage in der Woche dort.
Ich schaffe einfach den kompletten Absprung noch nicht,obwohl ich ihn so verachte und keinerlei Gefühle für ihn empfinde.
Mein Sohn ist schon ziehmlich sauer,weil ich immer noch hier bin.
Ich weiß ich muss hier raus aber ich hab so Angst vor der Einsamkeit.
Drückt mir die Daumen das ich es bald schaffe.
Petra ❘ 27.10.2025
Hallo ihr lieben,
ich lebe seit 13 Jahren mit einem Narzisten zusammen.
Nach anfänglichem Charme und Liebe
hat er mich immer mehr von sich abhängig gemacht.
Versprechungen die er nie eingehalten hat.
Nur Lügen und psychische Misshandlung.
Vor 6 Monaten hab ich mir eine eigene Wohnung gesucht.
Bin aber nur zwei Tage in der Woche dort.
Ich schaffe einfach den kompletten Absprung noch nicht,obwohl ich ihn so verachte und keinerlei Gefühle für ihn empfinde.
Mein Sohn ist schon ziehmlich sauer,weil ich immer noch hier bin.
Ich weiß ich muss hier raus aber ich hab so Angst vor der Einsamkeit.
Drückt mir die Daumen das ich es bald schaffe.
Evelina ❘ 19.09.2025
Liebe Bathory,
vielen Dank für deinen Beitrag.
ja, die Verarbeitung ist mühsam und mit Schmerz verbunden. Alles zu vergessen würde wieder Verdrängung bedeuten. Und ich denke, wir als Menschen können das auch gar nicht auf die Dauer. Wir nehmen auf und filtern. In einer narzisstischen Beziehung liegt der Filter darauf, mit ihm beisammen bleiben zu können.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir hilft, darüber zu schreiben und so alles raus zu lassen, alles neu zu bewerten (ganz wichtig), weil der Partner nur seine Gefühle als wichtig deklariert hat und ich mich selbst in Verdrängung geübt habe.
Verarbeitung heißt, die hochkommenden Situationen so abzuschließen und neu zu klären, dass sie eines Tages nicht mehr weh tun, obwohl sie immer noch betrachtet werden dürfen.
Ich finde, du gehst da einen ganz tollen Weg und bist auch schon weit gekommen. Du wirst sicher auch eine Lösung finden, die für dich hilfreich ist.
Liebe Grüße
Evelina
Bathory ✪ ✪ ✪ 19.09.2025
Es ist jetzt ein dreiviertel Jahr her, seit der Trennung und bin jetzt in einer glücklichen Beziehung! Doch mir fällt immer wieder ein, was er gemacht hat.
In diesem Artikel habe ich jetzt, glaube ich die Antwort gefunden dafür: ich habe jetzt Zeit alles zu verarbeiten, nochmal zu durchzugehen, weil gerade nichts neues Böses von wem kommt.
In vielen Situationen in der neuen Beziehung fallen einem die Dinge ein wie er reagiert hat damals. Muss sagen, es ärgert mich auch jetzt unheimlich. Damals auch aber wie im Artikel beschrieben, man hatte gar keine Zeit, das zu verarbeiten, da war schon das nächste da. Hab damals an mir gezweifelt, dass ich vielleicht die Fehler suche. Hab Med genommen um einiges zu ertragen und wegzusehen, den er war ja der Liebe und ich Beziehungsunfähig oder so.
Ich hab eingesehen, Gott sei Dank, dass es an ihm lag, dass wir nicht glücklich würden. Würde am liebsten alles vergessen!
Doch mir fallen immer diese Ungerechtigkeiten ein und es hört noch nicht auf oder ich bin noch nicht alle durch.
Estefania ✪ ✪ ✪ 14.09.2025
Hallo ihr lieben,
ich hab 12 !! Jahre gebraucht, um den Absprung zu schaffen!
Vor 2 Jahren konnte ich zum Glück ausziehen, weil es nicht mehr auszuhalten war.
Noch zwei Jahre weitergemacht mit ihm .
Angst und Panik vor dem Alleinsein.
Heute weiß ich, es gibt keinen Weg zurück.
Danke dieses Forums erfuhr ich erst, worum es ging.
Dank guter Freunde, die ich noch nicht lange habe und meines Ex Mannes, mein bester Freund, hab ich den Cut geschafft.
Das ist noch frisch und ich stell mich auf viel Geduld mit mir ein.
Sein Satz, bevor ich am gleichen Tag auszog war,
Mein größter Wunsch ist es, dass Du endlich abhaust.
Ich hab noch 2 Jahre mit ihm weitergemacht.
Der erste Schritt war getan.
Das ausziehen.
Jetzt schaffe ich den Rest.
Wünscht mir Glück.
Bine ✪ ✪ ✪ 09.08.2025
Aktuell befinde ich mich in der Trennungsphase. Nach Sarkasmus, Beschimpfungen nebst kalten Verhalten mir gegenüber, konnte ich nicht mehr, als ich mir nun regelmäßig die Begründung:" mit deiner Art hast du auch keine andere Behandlung verdient" anhören dürfte, wenn ich ihn darauf Ansprach wie er sagt eigentlich da mit mir umging. Die Angst das die Stimmung wieder kippt war größer geworden als der Schritt ihn rauszuwerfen. Nun leider ich Höllenqualen und vermisse "den gedacht Lieben", den es wohl ihn Wahrheit nie gab. Immer mehr Sprüche und Worte kommen mir in Erinnerung, die mir Aufzeichen wie sehr mir mir nur gespielt wurde. Dennoch vermisse ich ihn so sehr das ich mir ein Leben, Verlust meiner Lebensfreude, nicht vorstellen kann und gleichzeitig kann ich mir auch nicht vorstellen das man mit mir nochmal so umspringt. Das Vertrauen ist dahin. Zu gut war das Schauspiel, das für mich aber nach den on offs im Gegensatz für ihn, echt war. Wir haben sehr viel Zeit miteinander verbracht. Normale Gespräche waren nicht möglich sowie zielfuhrende lösungsorientierte Kompromisse. Ich könnte Themen egal wie und was ansprechen und wusste nie was ihn wieder veranlasst pampig oder cholerisch zu reagieren. Irgendwie kommt esirvso vor das er das aus provoziert hat während er gleichzeitig nach außen das Opfer miemt. Während ich weinend Zuhause mir den Kopf mache und an die Schuldzuweisungen zu knabbern habe, geht er lustig aufs Volksfest und hat wieder mal Spaß. Wenn ich ehrlich bin habe ich bereits nach 2 Monaten Beginn der Beziehung mein erstes Aha Erlebnis gehabt welches ich abtat. So hat dich das damals eingeschlichen. Er warf mir vor, was aber er selbst tat und nicht ich, was ich bis heute sehr gruselig finde. Jedenfalls hoffe ich, das meine Lebensfreude Akzeptanz, vertrauen für andere Menschen und vieles mehr bald wieder zurück kommen wird. Einen Therapie Platz habe ich mir während der schlimmen Zeit frühzeitig gesucht. Nun hoffe ich bald wieder meine Bedürfnisse zu finden nachdem das meiste nach ihm ging und meine Themen so aufarbeiten zu können, das mir so etwas nicht mehr passiert bzw ich frühzeitig für mich einstehe und gehe.
Fiona ❘ 14.12.2021
Ich hatte mich vor über zwei Jahren in neinen Narzissten verliebt.
Er war von Anfang an mein Seelenverwandter...
Er gab mir der beste Sex meines Lebens, kaufte mir alles, wollte mich am liebsten heiraten...
Dann die andere Seite...krankhaft Eifersüchtig, Machtspiele, irgendwelche Spiele, um herauszufinden was er mir bedeutet, traf er meine ehemalige Kollegin hinter meinem Rücken, um zu hoffen dass sie mir schreibt um mich eifersüchtig zu machen...wie krank...
Er hat mir auch gesagt, dass ich niemehr einen Mann finden würde, der mich so liebt wie ich bin....ausser er...
Er habe alles für mich gemacht und das werde ich nie wieder finden...
Hat mich auch immer mit Aussagen über seine Ex provoziert, um mich zu verletzen, aber würde ich dies tun wäre ein riesen Drama....

Er hat mich kaputt gemacht...ich habe mich jetzt nach etlichen Anläufen endlich entgültig getrennt...
Aber mich plagen Schuldgefühle, die er mir immer unterstellt hat...wie du bist Schuld bin ich so...
Was kann ich dagegen tun?
Ich kann mich auch schlecht davon trennen sexuell, denn ich war süchtig danach...

Habt ihr mir Tipps???

Grüsse
Nina ❘ 06.11.2021
Alles was man über den Narzissten sagt, egal ob männlich oder weiblich, stimmt!
Leider musste ich feststellen, dass mein Freund und meine beste Freundin Narzissten sind. Hier stelle ich mir natürlich die Frage, warum ich gleich zwei Menschen mit dieser Persönlichkeitsstörung so nah in meinem Umfeld habe?!
Ich habe den Kontakt zu beiden angebrochen. Schon Lage habe ich unter dieser Beziehung gelitten aber ich wollte es nicht wahrhaben.

Ich habe mir immer wieder eingeredet das ich stark genug bin für uns beide. Für alles was er mir angetan hat habe ich eine Erklärung gefunden. Ich habe sein Verhalten (Manipulation, lügen, Beleidigungen usw.) hingenommen.
Aber heute bin ich frei. Ich habe das Gefühl, als ob ich eine schwere Krankheit besiegt hätte... einfach nur frei und wieder stark!

Man kommt um eine Trennung nicht umher... es muss passierte und man darf nicht wieder zurück...
Katharina ❘ 31.10.2021
Hallo
Auch ich war mit einem Narzissten zusammen....ja war... ich bin soooo stolz auf mich das ich den Absprung geschafft habe! Es hatte lange gedauert (zu lange 8lange Jahre) das ich es verstanden habe das ist doch keine Liebe! Von seiner Seite aus
Jeden Tag Psychospielchen und immer wieder Ausraster....ohne Grund! Er hat geschafft mich komplett von meinen Freunden zu isolieren! ich hatte Glück das meine Familie immer für mich da war ! Nach einen Nervenzusammenbruch habe ich mir viele Gedanken gemacht und habe mich meine Schwester anvertraut ...und dann ging es schnell..... innerhalb von zwei Wochen war ich weg !
Natürlich hatte ich immer wieder Zweifel ob ich das richtige mache.. aber dann habe ich an die schlechte Zeiten die ich mit ihm hatte gedacht und das hat mir geholfen!
Ich bin in psychologischer Behandlung und nehme Medikamente aber es geht mir gut !
Ich habe das Glück das er mich in ruhe lässt da er schon nach sechs Wochen wie ich weg war eine neue Beziehung hat
Das ist wirklich so.... wenn der Narzisst eine neue Beziehung hat lässt er dich in ruhe !

Ich wünsche euch allen viel Kraft und seid stark!
Es wird nur besser !
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