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Verein emLife

Missbrauch - Emotionale Gefühlswelten

Die Trauerphase

Wie soll ich das alles überstehen?

Im Falle einer Trennung fühlt sich die Betroffene in vielen Bereichen ihres Lebens allein. Die Lebensumstände verändern sich. Dazu kommt die Verarbeitung der vermeintlich eigenen Schuld, die Trennung angeschoben zu haben. Der Aggressor spielt seine Opferrolle aus und verbreitet so diese Schuldgefühle.

Viele Frauen sehen sich außerdem mit der Tatsache konfrontiert, durch eine andere Frau ersetzt worden zu sein.
Anstatt entsetzt und enttäuscht über den Partner zu sein, fragt sich das Opfer oft, was es falsch gemacht hat. Die Antwort darauf hat der Aggressor allerdings schon längst gegeben. Die Frau ist selbst schuld. Die vorgebrachten Gründe sind absurd und werden auch nur pauschal mitgeteilt, trotzdem bleiben sie im Gedächtnis und führen dort ein Eigenleben. 

Dass der Aggressor sich nur selbst von aller Schuld reinwaschen will, wird nur selten in Betracht gezogen.

Die Trauerphase nach der Trennung


Verletzungen müssen heilen

Das Ende der Beziehung tut weh und die erlebten Verletzungen kommen nun ans Licht. Das Wahrnehmen der eigenen Würdelosigkeit und die destruktiven Gedanken lähmen in vielen Fällen ganz massiv die eigene Person. Gleichzeitig kreiseln die Gedanken weiter um den Partner und wie dieser die Trennung verarbeitet. Von der einsetzenden Trauer, um die vermeintlich rosarot gefärbte Zukunft mit dem Partner, mal ganz abgesehen. Zerplatzte und zerstobene Lebensträume mit eingeschlossen.

Die eigene Psyche hat sich scheinbar irgendwie aufgelöst und man fühlt sich wie umprogrammiert. "Emotionale" Gewalt und Partnerschaftsgewalt hinterlässt immer ihre Spuren, ganz besonders in der Psyche der Betroffenen.
Dass sich die in Aussicht gestellte "wunderbare" Zukunft mit dem Partner niemals eingestellt hätte, weiß die Frau im hintersten Winkel ihres Herzens. Trotzdem ist der Verlust einfach "da".

Sich aus einer destruktiven Partnerschaft zu lösen ist schwer und die Schuldgefühle nehmen kein Ende. Die erlittene Ungerechtigkeit und die zerbrochene Seele müssen kompensiert werden. Das kostet mehr emotionale Kraft als eine herkömmliche Trennung.

Das Selbstbewusstsein, die Seele und die körperliche Verfassung hat enorm gelitten und schon eine kurze Beziehung mit einem persönlichkeitsgestörten Menschen kann die betroffene Frau in einen Strudel von Verzweiflung, psychischen Schüben und Verzweiflungsgedanken treiben. Diese Gefühle sind mit einer normalen Trennung ebenfalls nicht vergleichbar.

Trotz allem lohnt es sich die Trennung durchzuhalten, auch wenn es schwer fällt, sich nicht wieder mitreissen zu lassen von einem Schwall von Lügen und Lockangeboten. Diese versprechen zwar eine bessere Partnerschaft, aus der dann doch nichts wird.

Eigene Worte

Egal was passiert; es kann nicht besser werden. Er wird sein Verhalten nicht ändern. Seine Persönlichkeit, durch schweren Missbrauch in seiner Kindheit gezeichnet, kann das nicht zulassen. Nur die Partnerin kann ihre Situation verändern und in andere Bahnen lenken. 

"Aber, dann habe ich versagt."

Nein, hast Du nicht. Auch in der nächsten Beziehung des Aggressors wird nichts besser werden. Die psychischen und verbalen Verletzungen werden bald auch dort Wirkung zeigen. Es liegt nicht an Dir, mag er das auch immer wieder von sich geben, wie eine kaputte Schallplatte.

"Geh, und dreh Dich nicht um."


Fazit

Wer nie mit diesen Problemen in Kontakt gekommen ist, hat Glück gehabt, den richtigen Partner getroffen, frühzeitig das Schlachtfeld der Liebe verlassen oder wollte sich gar nicht erst darauf einlassen. Diejenigen, die geblieben sind, haben ernste Schwierigkeiten sich psychisch und seelisch aus diesem Gewirr zu befreien. 

Die Gefahr, einer so angelegten Beziehung, darf nicht ignoriert werden.



Der Narzisst und die Frauenwelt by Evelina Blum

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