LEBEN ohne Narzissten

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Verein emLife

Missbrauch - Emotionale Gefühlswelten

Ändere Dich für mich und alles wird gut!

"Ich möchte nicht mehr unglücklich sein."

Jeder der einmal unglücklich verliebt war, kennt das schmerzhafte Gefühl verschmäht zu werden. Irgendwann verflüchtigt sich die Trauer um die unerwiderte Liebe und man wendet sich wieder dem Alltag zu. 

Ein Mensch, der sich in einer Missbrauch-Beziehung befindet,  erlebt dieses Wechselbad der Gefühle fast jeden Tag, ohne jemals ein Ende zu finden. Der Partner signalisiert zwar immerzu "richtig lieben, tu ich dich nicht" , aber er bleibt vor Ort und macht nur hin und wieder Schluß. Dann signalisiert er, dass alles besser werden wird. Die Betroffene interprettiert dieses Verhalten als "Er liebt mich ja doch" und bleibt ihm erhalten.

Hat die Erwachsene schon als Kind diese oder ähnliche Erfahrungen gemacht, kann sie perfekt damit umgehen, ohne dass ihr Leben sich komplett falsch anfühlt. Die Elternteile haben dem Kind aufgezeigt, dass es wertlos ist und sich Liebe verdienen muss. Natürlich sind sie nicht weggegangen, sondern haben den Missbrauch vorangetrieben. Obwohl das Kind, und auch die spätere Erwachsene, deutlich wahrnimmt, dass dies keine Liebe sein kann, bleibt die Hoffnung auf ein Happy-End.  

Wie paralysiert verharrt die Betroffene in der Beziehung und auch der narzisstische Partner ändert nichts an der unguten Situation. Hat er zuviel verlangt, lenkt er ein und so beginnt das Spiel immer wieder aufs Neue, ohne dass Veränderungen konsequent umgesetzt werden. Die Partnerin akzeptiert das kontroverse Verhalten des Aggressors und hofft jedesmal weiter auf eine Besserung. Sie kämpft um jede Veränderung und schafft es einfach nicht los zu lassen. 


Können Narzissten sich ändern?

Können Narzissten sich ändern?
Die Kunst zu lieben, ohne den Partner verändern zu wollen!

In einer gesunden Beziehungen sollten beide darauf verzichten, sich für den anderen tiefgreifend zu verändern. Scheint eine Beziehung nicht möglich, weil zuviele Gründe dagegen sprechen, steht eine Trennung im Raum, die für beide gut sein kann. 

In einer narzisstisch geprägten Beziehung gibt es dieses Denken nicht. Aber, nicht nur der narzisstische Partner hält an diesem Denken fest, auch die Co-Abhängige ist eigentlich permanent damit beschäftigt, den Partner in andere Bahnen zu lenken. 

Statt sich gegenseitig zu akzeptieren und zu gehen, wenn die Beziehung unerträglich wird, geht das übergriffige Denken auf beiden Seiten unverändert weiter. Anstatt den Partner in seinem Dasein zu akzeptieren, sind beide in einem unguten Tanz gefangen, der nur selten beendet wird. Sobald ein Ende der Beziehung in Betracht gezogen wird, macht sich zudem der Gedanke breit, der Aggressor könne sich einer anderen Frau zuwenden, sobald die betroffene Frau sich trennt.

"Ich trenne mich, aber bleibe bitte allein"

Das Wort Trennung würde für sich bedeuten, dass es die Partnerin gar nicht kümmern sollte, was der übergriffige Partner nach der Beendigung der Beziehung treibt. Aber genau das Gegenteil tritt ein. 

Auch hier verfällt die co-abhängige Partnerin in ein zutiefst übergriffiges Verhalten, da der Gedanke, dass die nächste Partnerin des Aggressors letztendlich das bekommt, was sie sich sehnsüchtig wünscht, kaum zu ertragen ist. Wieder und wieder verdreht sie sich, damit diese Vision niemals zur Wirklichkeit wird. 

Durch diese Manipulation verliert sie jedoch nur weiter an Selbstwert und macht sich erpressbar. Die Abhängigkeit nimmt unvorstellbare Ausmaße an, die vom Opfer als übergroße "Liebe" interprettiert und wahr genommen wird.

Wahr und realitätsnah ist hier nur leider gar nichts mehr. Die nackte Angst regiert, eines Tages ohne diesen Partner leben zu müssen. 

Es werden tausend Ausreden gefunden, um zu bleiben.
Keine davon entspricht der Realität.
Nur die Angst ist real.



Der Narzisst und die Frauenwelt by Evelina Blum

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