emLife

für ein Leben ohne narzisstischen Missbrauch

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Hilfe zur Selbsthilfe

Die Sucht nach dem narzisstischen Partner 

Wenn die Beziehung zur Last wird!

Warum lasse ich mir etwas gefallen, wo andere Frauen schon längst gegangen wären? Warum gehe ich nicht, wenn ich das Gefühl habe, mein Partner tut mir nicht gut? Warum gehe ich immer wieder zurück? Ich weiss doch, was mich erwartet. 

Bis in die letzte Instanz räumt die betroffene Frau dem Partner - wie selbstverständlich - ein Recht auf Selbstverwirklichung ein und vergisst darüber ihre eigene. Das ist Co-Abhängiges Verhalten. Besonders dann, wenn die krankmachenden Muster erkannt sind und ein Verlassen der krankmachenden Beziehung kaum möglich ist.


Sucht nach den Partner - Warum kann ich mich nicht trennen?

Warum trenne ich mich nicht, wenn die Beziehung mich krank macht?

Eine Art Sucht nach dem Partner entsteht. Die Gehirnwäsche durch den narzisstischen Partner greift und die in der Kindheitheit erlernten Verhaltensmuster entfalten ebenso ihre Wirkung. Diese tragen viel dazu bei, sich diesen übergriffigen Partner ausgesucht zu haben und dann bei ihm auszuharren. Die Betroffene hat schnell das Gefühl, ohne den Aggressor nicht leben zu können. und verbiegt und verzettelt sich in der Beziehung.

Aussenstehende können dieses Verhalten oftmals nicht nachvollziehen. Die Leidensfähigkeit dreht sich im Kreis und die betroffene Frau denkt, dass sie dem Leiden nicht entkommen kann. Irgendwann ist sie tatsächlich auf den Partner angewiesen. Die erlernten Muster aus der Kindheit wirken unbewusst weiter und verstärken das Gefühl. Massive Verlustängste, wie in Kindheitstagen, türmen sich auf. Anstatt zu gehen, bleibt sie vor Ort und verharrt in ihrer schmerzhaften, aber scheinbaren Sicherheit. Für diese Sicherheit opfert sie oft genug ihre Würde und passt sich an. Der Wille zur Trennung ist da, kann aber nicht umgesetzt werden. 

Wer als Erwachsene nie das Gefühl durchleben möchte, allein zurecht kommen zu müssen, der bleibt und verhält sich wie das Kind, dass seiner schmerzhaften Umgebung aus guten Gründen nicht entkommen konnte.
Das Wissen um die Notwendigkeit einer Trennung und die Unmöglichkeit diese einzuleiten, verringert wiederum das Selbstbewussein und wirkt sich zusätzlich negativ aus. Von einem Verhalten abzurücken, welches von Kindheit an erlernt wurde, ist jedoch nicht leicht und verursacht viele unbewussten Ängste.

Viele Betroffene haben narzisstische Väter oder Mütter und die schon früh erworbene Leidensfähigkeit nutzt der narzisstische Partner für sein eigenes Krankheitsbild. Zwei Bedürftige haben sich gefunden.

Neue Erfahrungen machen. Der Sucht entfliehen.

Viele betroffene Frauen steigen zwar aus der Beziehung aus, gehen jedoch immer wieder zurück, weil der Schmerz und die Zweifel nicht auszuhalten sind. Dieses Verhalten ist in einer Partnerschaft mit einem Narzissten schon fast normal. Der Aggressor gibt der Partnerin immer wieder die Schuld am Scheitern der Beziehung und diese übernimmt sein Denken. Die eigenen, schon vorhandenen Schuldgefühle türmen sich weiter auf und werden nochmals verstärkt, der Schmerz nimmt immer weiter zu. Gehe ich jedoch immer wieder zurück, stelle ich mich niemals den eigenen Dämonen (Ängsten).

Ja, stimmt. Ein verändertes Verhalten erfordert Kraft, die zunächst nicht da ist. Zu bleiben und zu hoffen, dass ich innerhalb der Beziehung an Kraft gewinnen kann, ist jedoch trügerisch. Bleibt die Betroffene in der Beziehung, wird ihr die vorhandene Kraft noch mehr entzogen. Um zu "Gehen", ist deshalb jeder Tag so gut wie der andere. Es wird nicht besser. 

In unserem Forum und in den Selbsthilfegruppen wird den betroffenen Frauen immer wieder vorgelebt, was sich die Betroffene selbst nicht eingestehen möchte.

- dass ihre Ahnung richtig ist.
- dass Ihre Wahrnehmung richtig ist.
- dass ein Hoffen und Bangen Jahre dauern kann, ohne dass sich etwas ändert.

Beziehungssucht? - Was soll ich tun?

Egal was Du tust, kraftlos das Leben an sich vorbeiziehen zu lassen macht nichts besser und es ändert auch nichts. Nichts ändert sich jedoch von allein, aber Du bist ja auch nicht allein. Viele Frauen sind in der gleichen Situation.

Text by Evelina Blum